Die Natur und deren Umfeld
Die sublimen und monumentalen Landschaften der Dolomiten, von intensiver Färbung, haben seit jeher eine Vielzahl an Reisenden in ihren Bann gezogen.
Andalo befindet sich im Herzen von Trentino-Südtirol, ca. 40 Kilometer von Trient entfernt, auf einer Seehöhe von 1 050 Metern. In einer grünen Talmulde zwischen dem Altopiano della Paganella und den Brenta-Dolomiten im westlichen Teil von Trentino-Südtirol gelegen, ist das Dorf einer der Haupttourismusorte und dadurch auch einer der am besten eingerichteten in der Umgebung. So kann man hier dank eines gemäßigten und erfrischenden Klimas, das typisch für die Dolomitenregionen ist, sowohl im Sommer seinen Urlaub verbringen und auch im Winter, wenn die Temperaturen stark abfallen und dadurch die Ausübung aller für diese Jahreszeit typischen Sportarten ermöglicht wird.
Im Zentrum der Talmulde, die das Nonstal und die Judikarien verbindet, siedelten sich im Mittelalter die ersten Siedler in den “Masi”, den für die Gegend typischen Bauerhäusern an, die heute noch trotz der städtebaulichen Entwicklung der Örtlichkeit zu erkennen sind. Das Gebiet ist von einigen erstrangigen natürlichen Elementen begrenzt. Im Norden befindet sich ein kleiner Karstsee mit einer Länge von 1 000 Metern und einer Breite von 200 Metern; im Osten erheben sich die Abhänge der Paganella, einer Bergkette mäßigen Ausmaßes, deren Westhang vom Dorf aus sichtbar ist und die sich auf einer Länge von ca. 15-20 Kilometern von Nord-West nach Süd-West dahin windet und das Etschtal vom Brenta-Massiv trennt; dieses letztgenannte erstreckt sich im Süden und bietet ein Musterbeispiel an Berggipfeln, Zinnen und weltbekannten, Schwindel erregenden Wänden, die seit zwei Jahrhunderten Heimat eines internationalen Alpinismus ist. Das Gebiet von Andalo liegt im Naturpark Adamello Brenta, der größten geschützten Zone von Trentino-Südtirol, die mit ihren 618 Quadratkilometern die Gebirgsgruppen Adamello und Brenta einschließt.
Am 26. Juni 2009 wurden die Dolomiten, dank ihrer Schönheit, ihrer landschaftlichen Einmaligkeit und ihrer geologischen Wichtigkeit in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen – das ist die Organisation der Vereinten Nationen zur Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Die neun Gebirgssysteme die das Dolomiten-Welterbe zusammensetzen– so liest man in der Erklärung des außergewöhnlichen Wertes des Komitees für das Welterbe – umfassen eine Reihe von weltweit einzigartigen Gebirgslandschaften, die von außergewöhnlicher Naturschönheit sind. Ihre Gipfel, spektakulär senkrecht und blass, weisen eine Vielfältigkeit an markanten Formen auf, die weltweit einzigartig ist. Diese Berge besitzen darüber hinaus auch eine Gesamtheit an Werten von internationaler Bedeutung für die Geowissenschaften. Die Anzahl und die Ballung von carbonathältigen und extrem verschiedenartigen Formationen sind außergewöhnlich in ihrem Gesamtrahmen und gleichzeitig liefert die Geologie, prächtig dargelegt, einen Querschnitt des Lebens im Meer im Zeitalter der Trias, folgend auf das größte, je da gewesene Aussterben in der Geschichte des Lebens auf der Erde.
Die sublimen Landschaften der Dolomiten, monumental und farbintensiv, haben seit jeher eine Vielzahl an Reisenden in ihren Bann gezogen und sie waren Quell unzähliger wissenschaftlicher und künstlerischer Interpretationen ihrer Werte.

